Die Ausbesserung von kleinen Lackschäden muss nicht grundsätzlich durch eine Werkstatt erfolgen. Mit der richtigen Farbe nach Farbnummer und einigen Arbeitsutensilien kann die Lackierung auch selbst vorgenommen werden.
Kraftfahrzeugbeschädigungen sind größtenteils sehr ärgerlich, besonders dann, wenn man für die Reparatur eine teure Fachwerkstatt aufsuchen muss. Handelt es sich jedoch um einen geringen Schaden, beispielsweise in Form eines Kratzers, so kann man sich die Reparaturkosten sparen. Um Lackschäden in Eigenregie reparieren zu können, braucht man ein wenig Geschick, einiges an Geduld und vor allem das richtige Equipment.
Einer erfolgreichen Arbeit geht in der Regel eine gute Planung voraus. Dies gilt auch dann, wenn man in Eigenregie kleine Lachschäden beheben möchte. Zu allererst sollte die exakte Farbnummer des Lackes herausgefunden werden, selbst dann, wenn der im Handel angebotene Lack dem Fahrzeuglack noch so ähnelt. Rot ist schließlich nicht gleich Rot und selbst leichte Nuancen bleiben dauerhaft sichtbar. Aus diesem Grund sollte man vor dem Kauf einen Blick auf dem im Motorraum befindlichen Farbnummernstempel werfen.
Handelt es sich bei dem Schaden um einen kleinen Kratzer, empfiehlt sich die Anschaffung von einem Farbstift mit bis zu 18 Millilitern Lack. Ein Lackfarbstift beinhaltet in der Regel einen integrierten Pinsel sowie oft eine Schleifpaste und einen Rostradierer. Entscheidet man sich stattdessen für den Kauf eines Sprühlacks, kann es vorkommen, dass sich der Lack verläuft und sogenannte „Rotznasen“ entstehen. Sprühlacke eignen sich stattdessen eher für die Aufbereitung von größeren Schäden oder für eine Umlackierung von Spoilern oder Stoßfängern. Beläuft sich der Schaden bis auf das Karosserieblech, so muss vor der Lackierung unbedingt eine Grundierung vorgenommen werden.
Wer kleine Lackschäden beheben möchte, sollte dies nur bei gutem Wetter machen. Starke Minustemperaturen, Feuchtigkeit wie Regen, Nebel und Schnee lassen eine gute Lackschadenbehebung nur selten gelingen. Zudem ist eine Neu- oder Überlackierung meist nur dann als Erfolg zu verbuchen, wenn die Reparaturstellen im Vorfeld von Wachs, Schmutz und Fetten befreit werden. Hierfür lohnt sich die Anschaffung einer Acryl-Verdünnung. Im nächsten Schritt folgt das Abkleben der unbeschädigten Fahrzeugregionen. Handelt es sich um eine kleine Lackreparaturstelle, so reichen in der Regel einige wenige Klebestreifen aus. An diesem Punkt sind die Vorarbeiten abgeschlossen und man kann mit der eigentlichen Lackierung beginnen. Ist kein Lackstift zur Hand, so können dünne Striche ebenso erfolgreich mit einem Pinsel, einem Wattestäbchen oder einer Streichholzkante nachgezogen werden.